Cleingedank-Mommersloch
Die Herkunft der Linie Cleingedank-Mommersloch ist nicht hundertprozentig
geklärt,
es gilt aber als wahrscheinlich, dass einer derer zu Mommersloch eine
Erbtochter der
Familie Cleingedank ehelichte und über Sie deren Wappenbild in der neuen
Farbkombination
schwarz-gelb übernahm. Vermutlich war dies ein Hilger Mommersloch, der im 13.
Jahrhundert eine Blitildis Cleingedank heiratete.
Die Familie Cleingedank gehörte zu den alteingesessenen Patrizierfamilien in
Köln, die
im Laufe der Zeit zahlreiche öffentliche Ämter innehatten.Der Name rührt wohl
von einem
Vorfahren her, der wohl geistig minderbemittelt war, sozusagen: klein an
Gedanken.
Das Familienwappen zeigt einen weißen dreifach gezackten Balken auf roten Grund.
Heute erinnert die Kleingedankstraße zwischen Ulrepforte und Volksgarten in der
Kölner
Neustadt Süd an diese Familie.
Die Familie Mommersloch ist ein altes Kölner Rittergeschlecht, welches seinen
Namen von
einer Pforte (alte Bezeichnung: Loch) zum Hafen, welche ein Ahnherr mit Namen
Mumbernus
durch die alte römische Stadtmauer brechen liess, ableitet.
Das Tor soll in der Nähe des Gülichplatzes, Straße „in der Höhle“ nahe des
späteren
Gürzenich gestanden haben.
Die Famile hatte großen Grundbesitz in Köln, vor allem an der heutigen
Severinstraße
Wie auch die Familien Cleingedank und Mommersloch zählen sich auch die
Cleingedank-Mommerslochs zu den alten, unter dem römischen Kaiser Trajan nach
Köln
gekommenen römischen Patrizierfamilien.
Viele Angaben zu diesem Familienzeweig nicht erhalten, aber noch im 16.
Jahrhundert sind
einige Schöffen am Hohem Gericht zu Köln mit dem Familiennamen „Kleingedank,
auch
Mommersloch“ verbürgt.
Die Cleingedank-Mommerslochs besaßen wohl größeren Grundbesitz im Bereich des
Gürzenichs, wie die Erwähnung der Spende eines Grundstücks zur Errichtung eines
Beginenkonvents erahnen lässt.
Der Name Gotschalk ist in der Linie Cleingedank-Mommersloch in jeder Generation
vertreten, so dass anzunehmen ist, dass ein Gotschalk zu Cleingedank-Mommersloch
an der
Schlacht zu Worringen auf Seiten der Kölner Bürgerschaft teilgenommen hat.
Schriftliche
Quellen zur Bestätigung dieser Annahme sind aber nicht bekannt.